A trip to LondonIch war in London unterwegs – Camden TownLondon - Camden Town

Vor kurzem bin ich für einen Kurztrip nach London gereist und habe mir dort unter anderem Camden Town, die Gegend um die London/Tower Bridge und diverse kleine Örtlichkeiten angesehen.

Am ersten Tag verschlug es mich in den Stadtteil Camden Town auf den Camden Market. Ich wusste nicht was mich dort erwartet, da ich mir diesen Stadtteil auf Empfehlung angesehen habe und mich im Vorfeld nicht erkundigt habe was es dort gibt. Das mache ich übrigends sehr gerne! 😀 Ich finde wenn man sich zu sehr mit den Dingen im Vorfeld beschäftigt geht man oft schon voreingenommen an die besagten Orte. Wenn man aber gar nichts bzw. fast nichts weiß geht man total unvoreingenommen an Orte heran und kann sich noch überraschen lassen. So war es auch in diesem Fall. Ich stieg aus der U-Bahn und betrat die Hauptstraße, die durch dieses Viertel führte. Ich landete in einer riesigen Menschenmenge, die sich vorbei an diversen Einkaufsläden, Ständen und Imbissbuden vorbeischlängelte. Es glich einem riesigen Basar. Überall führten kleine Gassen in ein verzweigtes netzt aus Ständen und Imbissen, die gefühlt kein Ende kannten. Mir begegneten allerlei fancy people und die vielen verschiedenen Gerüche ließen einen glauben, man befände sich in einem orientalischen Land.

Inmitten dieser – ja man kann schon Reizüberflutung sagen – begegnete ich plötzlich Desmond. Er sprach mich an und frage mich nach der Uhrzeit. Danach kamen wir ins Gespräch. Er erzählte mir wie seine Familie nach London kam als er noch ein kleiner Junge war. Wie er in London aufgewachsen war und das er schonmal in Deutschland gewesen ist. Im vergleich zu London seien die Städte in Deutschland steril wie in einem Krankenhaus meinte er und lachte. Er erzählte, dass London heute relativ offen für alle Kulturen sei aber seine Eltern damals noch die Jobs machen mussten, die keiner machen wollte. Ich fragte ihn was genau er in London macht. Dieser Frage wich er aus und seine Mine verdunkelte sich. Ich sprach noch ein paar weitere Themen an bei denen er wieder lockerer wurde und entspannt etwas zu erzählen hatte. Am Ende frage ich ihn ob ich ein Foto von ihm machen darf. Er stellte sich unter einen Baum an den kleinen Fluß und schaute starr nach vorne. Ich fragte ihn ob er auch noch einen anderen Ausdruck zeigen könnte. Vielleicht ein lächeln? Er schaute mich an und sagte das er niemals auf Fotos lächeln würde! Das wäre nicht echt! Ich wünschte ihm alles Gute und machte mich auf den Weg um die Gegend weiter zu erkunden.

Das Gespräch beschäftigte mich noch eine ganze Weile. Ich habe meine Sichtweise über die Welt nach diesem Gespräch noch einmal deutlich verändert und bin sehr dankbar für diese Begegnung.

Den Rest des Tages verbrachte ich dann noch damit, den ein oder anderen Imbiss zu probieren und mir den Rest des riesigen Areals anzusehen. Ich habe euch ein paar Bilder dazu vorbereitet 🙂

Hier noch ein kleiner Wikipedia Artikel über den Camden Market

London – Camden Town

*